Die Geschäftsführervergütung in der GmbH-Krise

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Dr. Hagen Prühs

Die Geschäftsführervergütung in der GmbH-Krise

Herabsetzung der Vergütung und ihre steuerlichen Auswirkungen

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, stehen viele GmbHs vor der Herausforderung, ihre Kostenstruktur anzupassen. Die Vergütung des Geschäftsführers stellt dabei einen erheblichen Kostenfaktor dar. Ein Gehaltsverzicht oder eine Gehaltsreduzierung kann zur finanziellen Stabilisierung beitragen. Allerdings sind hierbei sowohl rechtliche als auch steuerliche Aspekte zu beachten, um unerwünschte Konsequenzen wie verdeckte Gewinnausschüttungen zu vermeiden. Der Beitrag erörtert die Übertragbarkeit der aktienrechtlichen Regelung in § 87 Abs. 2 Aktiengesetz auf GmbH-Geschäftsführer und gibt praxisnahe Hinweise für die Gestaltung von Vergütungsanpassungen in der Krise.

Überblick:

1. Kostensenkung in der Krise
2. Herabsetzung der Vergütung
• Die aktienrechtliche Regelung
• Anwendbares Recht für die GmbH
  Übertragbarkeit der aktienrechtlichen Regelung
  Treuepflicht des Geschäftsführers als Rechtfertigungsgrund für eine Gehaltskürzung
3. Steuerliche Anerkennung von Gehaltsverzicht
• Zivilrechtliche Wirksamkeit
• Klare und im Voraus getroffene Vereinbarung
• Fremdvergleich
• Tatsächliche Durchführung 
• Alternative zur Kürzung: Gehaltsstundung 
4. Gehaltsverzicht für SGB II-Leistungen? 
5. Gehaltsverzicht mit Besserungsklausel 
• Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung 
• Typische Fehler in der Praxis 
6. Auswirkungen auf Pensionszusagen 
• Bemessungsgrundlage: Aktivbezüge 
• Dauerhafte oder vorübergehende Gehaltskürzung 
• „Nur-Pension“-Konstellationen 
• Finanzierbarkeit der Pensionszusage in der Krise 
7. Fazit